Wie wird aus einem 3D-Modell eine AR- oder VR-Anwendung?

Ein detailliertes historisches 3D-Modell ist noch keine AR- oder VR-Anwendung. Für Echtzeitdarstellung müssen Daten technisch optimiert, auf das Zielgerät abgestimmt und mit einer Benutzerführung verbunden werden. Der Übergang von Rekonstruktion zu Anwendung ist deshalb ein eigener Produktionsschritt.

Warum muss Geometrie optimiert werden?

Film- oder Archivmodelle können sehr viele Polygone und große Texturen enthalten. Mobile Geräte und VR-Headsets müssen Szenen dagegen in Echtzeit berechnen. Je nach Plattform werden Modelle vereinfacht, in Detailstufen aufgeteilt und mit effizienteren Materialien versehen, ohne die historische Aussage unnötig zu reduzieren.

Was passiert mit den Texturen?

Auch Texturen werden für Zielauflösung und Speicher optimiert. Moderne PBR-Materialien können Oberflächeneigenschaften wie Rauheit oder Metallwirkung effizient beschreiben. Für mobile Web-AR gelten andere Grenzen als für eine leistungsstarke VR-Installation mit Gaming-PC.

Was macht daraus eine Anwendung?

Erst Interaktion, Benutzeroberfläche, Navigation, Informationsstruktur, Audio und gegebenenfalls Storytelling verwandeln eine 3D-Szene in ein Vermittlungserlebnis. In AR kommt zusätzlich die Platzierung im realen Raum hinzu; in VR müssen Orientierung, Maßstab und Bewegung so gestaltet sein, dass sich Nutzer sicher und verständlich bewegen können.

Kann derselbe Datensatz für AR und VR verwendet werden?

Die inhaltliche 3D-Basis kann häufig gemeinsam genutzt werden. Technisch sind jedoch unterschiedliche Optimierungen nötig. Archaeologica legt deshalb Wert auf eine saubere Master-Datenbasis und leitet daraus zielgerichtete Varianten für Web, AR, VR, Film oder andere Medien ab.

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